Sehr gut erhalten

Neue Sphinx in Ägypten entdeckt

Sphinx

Archäologen haben in der südägyptischen Stadt Aswan eine weitere und äußerst gut erhaltene Sphinx entdeckt – allerdings wesentlich kleiner als ihr großes Vorbild vor den Pyramiden in Gizeh.

Aswan (Ägypten). Immer wieder werden bei Bauarbeiten in Ägypten archäologische Funde gemacht. Kein Wunder also, dass bei zahlreichen Bauarbeiten stets Archäologen anwesend sein müssen. So auch bei Bauarbeiten am Doppeltempel von Kom Ombo im Süden des Landes. Hier fanden Baumaßnahmen statt, um den vor mehr als 2.000 Jahren erbauten und etwa 50 Kilometer vom Nil entfernt liegenden Tempel gegen das steigende Grundwasser zu schützen. Das salzhaltige Wasser ist für viele ältere und archäologisch wertvolle Bauten ein großes Problem, da es den weichen Stein angreift. Aus diesem Grund werden die Bauwerke nach und nach mit Drainagesystemen geschützt.

Der Doppeltempel von Kom Ombo wird der griechischen Dynastie zugeschrieben. Zu dieser Zeit herrschten die Ptolemäer für rund 300 Jahre in Ägypten. Der Tempel, der einst aus zwölf Meter hohen Säulen bestand, wurde zwei Gottheiten gewidmet: Haroeris und Sobek.

Sphinx aus Sandstein

Bei den Bauarbeiten an dem Tempel fanden die Archäologen die Sphinx. Die Löwenstatue mit Menschenkopf war im alten Ägypten weit verbreitet. Das größte bekannte Exemplar, mit 20 Metern Höhe und 73 Metern Länge, steht direkt vor den Pyramiden in Gizeh. Erbaut wurde die große Sphinx etwa 2.500 Jahre vor Christus und ist damit deutlich älter als die jetzt entdeckte kleine Sphinx.

Die Archäologie geht davon aus, dass die Sphinx die königliche Macht repräsentiert, die weltlich Macht des Herrschers sowie die Kraft des Löwen.

Bisher hat das ägyptische Antiquitätenministerium noch keine Angaben zur Größe gemacht, aber die veröffentlichten Bilder zeigen, dass die neu entdeckte Sphinx kaum größer als einen Meter sein dürfte.

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