ESA bestätigt

Landeplatz für Rosetta auf Kometen P67 steht fest

Landeplatz für Rosetta auf Kometen P67 steht fest

Die Raumsonde Rosetta und deren Landeeinheit Philae soll am 11. November 2014 Raumfahrgeschichte schreiben und als erstes auf einem Kometen landen, Proben entnehmen und Untersuchungen durchführen.

Köln (Deutschland). Nicht zu zerklüftet, dennoch abwechslungsreich, gut belichtet und kaum steile Hänge – so sieht der Landeplatz für die Raumsonde Rosetta und deren Landeeinheit Philae auf dem Kometen P67/Tschurjumov-Gerassimenko (kurz "Tschuri“) aus. Die Auswahl des richtigen Landeplatzes für diese Mission hat den Wissenschaftlern der europäischen Weltraumorganisation ESA gut sechs Wochen Arbeit gekostet.

Mit dieser Mission, sofern alles gut geht, wird eine neue Geschichte der Raumfahrt einleiten. Zum ersten Mal wird ein von Menschen geschaffenes Gerät auf einem Kometen landen. Die Raumsonde Rosetta führt ein kleines Minilabor in Form von der Landeeinheit Philae mit sich. Diese soll nach gut zehnjähriger Flugzeit am 11. November sicher auf dem Kometen, der sich immerhin mit gut 120.000 Kilometer pro Stunde bewegt, landen und verschiedene Analysen durchführen.

Die Ansprüche an den Landeplatz

Die ESA hatte zuvor fünf mögliche Landeplätze in die engere Auswahl genommen. Da Philae durch seine Solarmodule auf das Sonnenlicht angewiesen ist und nicht für Fahrten auf extrem unebenen Gelände konzipiert wurde, entschlossen sich die ESA-Wissenschaftler nun für einen Landeplatz auf dem kleineren Kometenteil. „Der Landeplatz erfüllt nicht 100 Prozent der Kriterien, ist aber die beste Lösung“, so ein Sprecher der ESA.

Für den Notfall gibt es einen Ausweichlandeplatz ganz in der Nähe, ebenfalls auf dem kleineren Stück des Kometen.

Philae wird sich mit Harpunen in den Kometen bohren

Sobald Philae auf die Kometenoberfläche trifft, übernimmt das Lander Control Center des DLR in Köln. Philae wird sich im ersten Schritt mit zwei Harpunen in die Kometenoberfläche krallen damit Philae nicht direkt wieder in den Weltraum zurück geschleudert wird. Auch wenn Philae auf der Erde rund 100 Kilogramm wiegt, so beträgt sein Gewicht durch die geringe Masse auf P67/ Tschurjumov-Gerassimenko nur wenige Gramm.

Die Wissenschaftler erhoffen sich von der historischen Mission neue Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems vor gut 4,6 Milliarden Jahren. Was die Wissenschaftler der ESA dort aber tatsächlich entdecken, werden wir wohl erst in den kommenden Wochen erfahren.

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