HypoCatTM

Impfung gegen Katzenallergie für Katzen bald auf dem Markt

Impfstoff soll Katzenallergie verhindern

Ein neuer Impfstoff verhindert die Bildung eines allergieauslösenden Proteins. Die Impfung zeigte bei Tierversuchen keine Nebenwirkungen und soll 2022 auf den Markt kommen.

Zürich (Schweiz). Katzen sind laut einer Studie des Zentralverband Zoologischer Fachbetrieb Deutschland e.V. (ZZF) auch weiterhin die beliebtesten Haustiere in Deutschland. Aktuell leben in etwa 23 Prozent aller deutschen Haushalte insgesamt 14,8 Millionen Stubentiger. Zehn Prozent der Bevölkerung leiden jedoch unter einer Allergie, die sich durch unterschiedliche Symptome äußerst und die es unmöglich macht eine Katze als Haustier zu halten.

Auch wenn oft von einer Katzenhaarallergie besprochen wird lösen nicht die Haare an sich, sondern Proteine die allergische Reaktion beim Menschen aus. Katzen verteilen diese Proteine während der Fellpflege in ihren Haaren, die dann wiederum durch die Luft in der Wohnung verbreitet werden und so gereizte Haut, heftiges Niesen und tränende rote Augen bei allergischen Personen auslösen. In einigen Fällen kann die Katzenallergie sogar dazu führen, dass Asthma entsteht.

Impfung neutralisiert allergieauslösendes Protein in der Katze

Wissenschaftler der Universität Zürich haben erstmals 2013 bekanntgegeben, dass der von ihnen entwickelte Impfstoff HypoCatTM es in Zukunft ermöglichen soll, dass auch Katzenallergiker eine Katze halten können. Nach weiteren sechs Jahren Forschung soll laut Meldung der Universität Zürich und einer im Fachmagazin Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlichten Studie „die Entwicklung des Katzenimpfstoffes soweit sein, dass er als sicher gilt.“

Das besondere an der Impfung ist, dass nicht die allergischen Menschen, sondern die Tierr die Impfung erhalten. Es wird so eine Reaktion im Körper der Katzen ausgelöst, die Antikörper bildet, die das allergieauslösende Protein Fel d 1 neutralisieren. In einigen Fällen konnte das Medikament das Allergen komplett unterdrücken und so allergische Reaktion vollständig verhindern, bei einem Teil der geimpften Tiere kam es immerhin zu einer deutlich Reduzierung des allergieauslösenden Proteins.

Keine Nebenwirkungen für geimpfte Katzen

Tierversuche, bei denen 54 Katzen den Impfstoff jeweils dreimal erhielten verliefen positiv. Bei allen geimpften Tieren entstanden die Antikörper und die Produktion des Proteins wurde laut Analysen der Tränenflüssigkeit deutlich reduziert.

Außerdem zeigten die Tiere keine Nebenwirkungen, was laut den Wissenschaftlern belegt, dass der neue Impfstoff sicher ist. Dazu wurden die Tiere nach Hautveränderungen an der Einstichstelle, Veränderungen im Verhalten und auf Veränderungen bei der Nahrungsaufnahme untersucht.

Verkaufsstart in drei Jahren

Weitere Untersuchungen sollen nun die Wirkung und die Sicherheit des Impfmittels bestätigen. Sollten alle Versuchsreihen positiv verlaufen, kann laut den Forschern bereits 2022 der Impfstoff auf den Markt kommen.

Journal of Allergy and Clinical Immunology, doi: 10.1016/j.jaci.2019.01.050

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