Unerwartet groß

Riesen-Garnele überrascht Biologen

Riesen-Garnele überrascht Biologen

Mit was ein Angler an den Doks von Fort Pierce, Florida kürzlich Bekanntschaft machen durfte ist noch nicht abschließend geklärt. Normalerweise werden in diesen Gebieten neben Fischen auch Garnelen gefangen. Das nun eingefangene Kaliber einer vermeintlichen Garnele sorgte jedenfalls für Erstaunen. Hat der Angler sogar eine neue Gattung von Meerestier entdeckt?

Fort Pierce (U.S.A.). Mit einem kräftigen Ruck an der Angel kündigt sich im Normalfall der Biss eines Fisches an. Was der noch ahnungslose Angler kurze Zeit später an Land hieven sollte, zeigte sich als etwas ganz anderes als eines der sonst üblichen Meeresbewohner. Üblicherweise messen Garnelen eine Länge von nur wenigen Zentimetern. Das nun geangelte Tier wurde mit gut 18 Zoll (etwa 45 Zentimeter) Körperlänge beschrieben. Die bei den Menschen als Delikatesse beliebte Garnele mit der Bezeichnung Penaeidae, gehört mit rund zehn Zentimetern Länge schon zu den größten Exemplaren dieser Art.

Mehr Krebs als Garnele?

Die Form und der Körperbau des Tieres lassen tatsächlich auf ein Meeresgeschöpf der genannten Gattung schließen. Durch das ungewöhnliche Körperausmaß von fast einem halben Meter, wirken die einzelnen Glieder und Körperteile entsprechend imposant. Trotz der Ähnlichkeiten mit einer Garnele ordnen Biologen, wie Woody Lee von der Smithsonian Marine Station in Fort Pierce, dass entdeckte Tier zu der Art Stomatopoda oder auch Fangschrecken- oder Heuschreckenkrebs (lat. Lysiosquilla scabricauda) ein. Diese Krebstiere gehören zu der Klasse der Höhere Krebse und wurden zuerst im Jahr 1817 von Pierre André Latreille entdeckt.

Was gegen die bekannte Gattung spricht

Überrascht sind die Biologen dennoch, denn auch wenn die Beschreibung zu den Heuschreckenkrebsen passt, ist bei dem nun entdeckten Tier in Fort Price die Körperlänge mehr als beeindruckend. Die bekannten Krebsarten mit ihren charakteristischen Fangwerkzeugen werden lediglich nur 30 Zentimeter lang. Insofern steht eine endgültige Klassifizierung des geangelten Tieres noch aus. Übrigens, das noch unbekannte Geschöpf wurde nach einem Beweisfoto wieder dem Meer übergeben, wo es sich von der Begegnung mit der für ihn ebenfalls unbekannten Gattung Mensch sicher wieder erholen kann.

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