Rätsel, Casino-Spiele & Puzzle

Die größte Gamer-Gruppe in Deutschland bildet die Generation 50 Plus

Digitale Spiele

Wer denkt, dass Computerspiele nur was für pubertierende Teenies sind, der irrt gewaltig. In Deutschland zockt mittlerweile jeder Zweite. Dabei beträgt das Durchschnittsalter von regelmäßigen Gamern 36,1 Jahre. Die Größte Gruppe stellt die Generation 50 Plus dar.

Berlin (Deutschland). Wie der Branchenverband game mitteilte, werden die Nutzer von Computer-, Konsolen- und Handyspielen in Deutschland immer älter. So betrug das Durchschnittsalter im vergangen Jahr noch 35,7 Jahre. Bereits ein Jahr später hat sich dieses auf 36,1 Jahre erhöht. Der Grund für diesen Sprung ist die große Nachfrage an Spielen der Generation 50 Plus. So ist innerhalb nur eines Jahres die Anzahl der über 50-jährigen Spieler von 800.000 auf insgesamt 9,5 Millionen gestiegen.

In Deutschland spielt mittlerweile jeder zweite Einwohner Computer-, Konsolen- oder Handyspiele. „Ob zu Hause auf dem PC oder der Konsole oder unterwegs auf dem Smartphone: Deutschland ist ein Land der Gamer“, kommentierte der Geschäftsführer des Verbandes Felix Falk. Und dabei spielen fast so viele Frauen wie Männer Computer- oder Videospiele. Laut neusten Zahlen der Konsumforschung GfK liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 47 Prozent.

„An den Zahlen sieht man gut“, so Falk, „dass es ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass hauptsächlich pubertierende Jungs Computer- oder Videospiele spielen.“ In Deutschland spielen Jung und Alt, Frauen und Männer – und ist sogar die ältere Generation, die dabei die größte Gruppe bildet.

Online Casino-Spiele und Puzzle sind besonders beliebt

Bei der Generation 50 Plus stehen vor allem Spieleklassiker wie Poker, Roulette, Black Jack oder andere beliebte Online Casino-Spiele wie Slot- oder Jackpot-Spiele hoch im Kurs. Aber auch Skat, Schach, Puzzle und Kreuzworträtsel sowie Gedächtnistrainer erfreuen sich bei den älteren Spielern großer Beliebtheit. Ego-Shooter, Sportsimulationen und Strategiespiele hingegen werden von dieser Generation kaum gespielt. Diese Spiele erfordern eine teils sehr schnelle Reaktionsfähigkeit und sprechen daher eher die jüngeren Spieler an.

Demografische Entwicklung sorgt für den 50 Plus-Boom

Die Experten sehen den Grund für den Boom der Spielerinnen und Spieler über 50 Jahre in der demografischen Entwicklung. So sind die einstigen Gaming-Pioniere einfach älter geworden und ihre Leidenschaft für Computerspiele ist geblieben. Zudem sind Smartphones und Tablets längst in vielen Haushalten älterer Menschen angekommen. Jedoch tun sich die meisten ältere Spieler schwer mit dem Spielen auf Konsolen oder gar dem Computer. Hier ist die Anschaffung der benötigten Hardware einfach zu teuer und zum anderen lassen sich Spiele-Apps auf dem Smartphone oder dem Tablet wesentlich leichter installieren und intuitiver spielen.

Spiele landen bei Senioren auf Platz 4

Eine Studie der Stiftung Digitale Chancen bestätigt das große Interesse an digitalen Spielen der älteren Generation. Dabei stellten die Forscher 300 älteren Menschen aus insgesamt 30 Senioren-Einrichtungen für acht Wochen ein Tablet mit vorinstallierten Apps zur Verfügung. Auf den Geräten waren auch Spieleklassiker wie Angry Birds oder Mah-Jongg installiert.

Die spätere Auswertung des Nutzerverhalten brachte einige Überraschungen mit sich: So spielte fast die Hälfte der Nutzer wirklich regelmäßig. Am meisten nutzten die Älteren das Tablet jedoch für das Schreiben und Lesen von Emails, für die Navigation und zum Abrufen von Bus- und Bahnfahrplänen.

Die Auswertung zeigte zudem einen Unterschied zwischen Frauen und Männern: Während die Frauen eher Mah-Jongg und Candy Crush spielten bzw. digitale Kreuzworträtsel lösten, spielten die Männer eher digitale Kartenspiele und – überraschenderweise auch vereinzelnd Eishockey- und Fußball-Spiele.

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