Langes Leben?

Acai Beeren mit großer Wirkung

Acai Beeren

Tief im Regenwald des Amazonasbecken wachsen und gedeihen Palmen mit dem Namen Acai (ausgesprochen: „Ah-sah-ee“). Sie werden bis zu 24 Meter hoch. An ihnen hängen dunkelblaue bis dunkelpurpurne Beeren, die Acai Beeren. Schon seit langer Zeit sind diese Beeren einer der Standpfeiler in der Nahrungsaufnahme der Eingeborenen in Brasilien. Sie erklimmen die Palmen, die zu den höchsten Bäumen des tropischen Regenwalds gehören, pflücken die Beeren, essen sie und verwenden die Früchte in vielen Bereichen in der Medizin.

Inzwischen werden die Acai Beeren als eine Art „Superfood“ angesehen, ein Lebenselixier, ein Schlüssel zur Langlebigkeit, mit der uns die Natur gesegnet hat. Die Beeren wachsen nur in den Bereichen des Regenwalds, die noch immer relativ unberührt geblieben sind. Sie sind reich an natürlichen Antioxidantien, die den Körper vor freien Radikalen schützen und Krankheiten fernhalten. Zudem sollen sie den Körper von Giftstoffen befreien. Polyphenole in den Beeren schützen das Herz und die enthaltenen Proteine stärken das Immunsystem. In den letzten Jahren haben sich immer wieder Wissenschaftler mit der ungewöhnlich hohen Lebenserwartungen der Eingeborenen im Amazonasbecken auseinandergesetzt und glauben die Antwort auf viele ihrer Fragen in den Acai Beeren gefunden zu haben.

Boomende Geschäfte

„Acai Beeren enthalten alle wichtigen Vitamine und Mineralien, die unser Körper braucht, zusammen mit einer gesunden Menge an Ballaststoffen. Die Antioxidantien unterstützen den Körper bei der Reparatur und Regeneration von Zellen, die von freien Radikalen und Verschmutzungen der Umwelt um uns angegriffen werden. Sie stärken das Immunsystem, verleihen dem Körper neue Energie, lassen ihn besser funktionieren und verzögern sogar die sichtbaren und merklichen Auswirkungen des Alters,“ so preist Cathy Salimbangon, Vize-Präsidentin von Organique Inc., der Hersteller von einem auf Acai Beere basierenden Getränk, die Wunderbeeren an.

Salimbangon ist nicht die einzige Geschäftsfrau, die sich von den Acai Beeren saftige Gewinne verspricht. Inzwischen haben viele Gesundheitsgurus und Wellnessfirmen die Beeren aus dem Amazonasbecken in ihr Programm aufgenommen. Wie zu erwarten, finden sich auch bereits kritische Stimmen. Diese allerdings merken fast alle an, dass die Beeren über einige faszinierende Eigenschaften verfügen, häufig aber zu horrenden Preisen verkauft werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Dosierung der meist gefroren oder zu Saft gepressten Beeren entscheidend ist. Im Normalfall ist zu nicht mehr als etwa einem Schnapsglas am Tag zu raten. Es besteht zwar nicht die Gefahr einer Überdosierung mit Acai Beeren, aber der Körper scheidet einfach alle nicht direkt zu verwertenden Stoffe wieder aus. Beim Kauf von Acai Beeren sollte also unbedingt auf einen guten Preis geachtet werden.

Medizinische und wissenschaftliche Studien zu Acai Beeren

Auf der wissenschaftlichen Seite wurden wiederum einige faszinierende Entdeckungen gemacht. Hierbei sei allerdings vor allzu euphorischen Bewertungen Restvorsicht angemahnt. Die meisten dieser Untersuchungen fanden in den letzten 7-9 Jahren statt. Dies mag wie eine lange Zeit erscheinen, im Bezug auf wissenschaftliche Studien, grade im Bereich der Humanmedizin ist die jedoch nur ein kurzer Augenblick.

Eine ganze Reihe an Untersuchungen rund um die Wunderbeeren fanden am Institute of Food and Agriculture Science der Universität von Florida statt. Der Wissenschaftler Stephen Talcott konnte unter anderem belegen, dass sich Acai Beeren Extrakt negativ auf Leukämiezellen auswirkt. In Zellkulturen wurde eine Selbstzerstörungsreaktion bei etwa 86 Prozent der bekannten Leukämiezellen erzielt. Eine Studie zu tatsächlichen Leukämieerkrankungen in Bezug auf Acai Beeren steht jedoch noch aus. Aber Talcott konnte bereits beweisen, dass durch den regelmäßigen Konsum der Acai Beeren die antioxidative Aktivität im Blut gesteigert wird.

Darüber hinaus haben japanische Studien gezeigt, dass die Acai Beeren hemmend auf die IgE-vermittelte Aktivierung von Mastzellen wirken. Diese Aktivierung spielt eine große Rolle bei allergischen Reaktionen, so die Wissenschaftler der Universitäten Kobe und Fukui in Japan.

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