Ranking 2018

Die beliebtesten Länder für das Leben und Arbeiten im Ausland

Auswandern

Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, warum Menschen ihr Heimatsland verlassen und sich in einem anderen Land ein neues Leben aufbauen. Aber welche Länder eignen sich für diesen Neustart am besten und welche am schlechtesten?

München (Deutschland). Das freiwillige Auswandern hat meistens eine der zwei Ursachen: Entweder tut man es wegen der Liebe oder weil man sich bessere berufliche Perspektiven erhofft. Aber nicht jedes Land eignet sich gleichermaßen zum Auswandern. Das Expat-Netzwerk InterNations erstellt dazu jährlich eine Umfrage. Dieses Jahr wurden 18.000 im Ausland lebende und arbeitende Personen aus insgesamt 187 Ländern mit 178 Nationalitäten befragt. Zu den wichtigsten Fragepunkten zählten die Lebensqualität, die Eingewöhnung im neuen Land, die Arbeitssituation, die Finanzen sowie die Lebenshaltungskosten.

Nach der Auswertung aller Datensätze hat InterNations ein Ranking mit 68 Ländern erstellt, die sich am besten bzw. am wenigsten zum Auswandern eignen. Deutschland ist, wie bereits in den Jahren zuvor, weiter im Ranking gefallen.

Das beste Land zum Auswandern ist…

…und dass im zweiten Jahr in Folge: Bahrain. Der Staat im Persischen Golf landete sowohl in der Rubrik „Arbeiten im Ausland“ als auch bei der „Eingewöhnung im Ausland“ auf dem ersten Platz des Rankings. Danach folgen Taiwan, Ecuador, Mexiko, Singapur, Portugal, Costa Rica, Spanien, Kolumbien, gefolgt von Tschechien.

Auf der anderen Seite des Rankings stehen die Länder, in denen das Auswandern am schwierigsten fällt. Dies sind das Vereinigte Königreich die Liste an. Es folgen Griechenland, Italien, Peru, Ägypten, Türkei, Brasilien, Indien, Saudi-Arabien und Kuwait, wobei Indien, Saudi-Arabien und Kuwait wegen der schlechten Lebensqualität und Umweltbedingungen die letzten drei Plätze belegen. Zudem fällt es knapp der Hälfte aller Auswanderer schwer, sich in Kuwait (47 Prozent) und in Saudi-Arabien (51 Prozent) an die Kultur zu gewöhnen.

Deutschland ist weiter unbeliebt

Auch Deutschland schneidet im Ranking 2018 im Vergleich zu älteren Rankings sehr schlecht ab. So belegt Deutschland im Jahr 2018 nur Platz 36. Im Jahr 2014 war es noch Platz zwölf. Die Gründe für das schlechte Abschneiden sind laut der Studie die kulturellen Unterschiede, große sprachliche Schwierigkeiten sowie die Unfreundlichkeit der Deutschen.

Besonders in der Rubrik „Eingewöhnung im Ausland“ schnitt Deutschland besonders schlecht ab. Damit zähl Deutschland zu den drei Ländern, bei denen die Eingewöhnung von Auswanderern am schwierigsten fällt – neben Saudi-Arabien und Kuwait. So ergab die Auswertung der Studie, dass einer von drei Personen Schwierigkeiten hat, sich an die deutsche Kultur zu gewöhnen. Weiter gaben 56 Prozent an, nur sehr schwer einheimische Freunde zu finden.

Die US-Amerikaner sehen Deutschland als ein sehr kaltes und sozial isoliertes Land, während Kanadier das fehlende Verständnis für die klaren Vorteile einer multikulturellen Gesellschaft kritisierten.

Neben der Kritik an der digitalen Infrastruktur (Platz 53 von 68), gaben 35 Prozent der Befragten an, dass es in Deutschland schwer ist bargeldlos zu bezahlen. Deutschland liegt zudem mit der Türkei und Südafrika gleichauf, was die Verfügbarkeit von schnellen Internetanschlüssen angeht.

Deutschland punktet bei der Wirtschaftslage

Deutschland konnte sich aber den dritten Platz in der Rubrik „Wirtschaftslage“ sichern. Zudem Platz sieben bei sicheren Arbeitsplätzen und Platz acht im Bildungswesen. Trotzdem reichte es am Ende nur für Platz 36 von 68.

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