Sorgen der Kleinen

Jedes zweite Kind in Deutschland hat Angst vor Armut

Kinder-Armut

Nicht nur Erwachsene haben Sorgen und Ängste, auch Kinder ab acht Jahren fürchten sich bereits immer mehr um die finanzielle Zukunft der Familie.

Gütersloh (Deutschland). Im Rahmen einer Studie der kam heraus, dass bereits jedes zweite Kind im Alter zwischen acht und 14 Jahren in Deutschland Angst vor Armut hat. Demnach machen sich diese Kinder gelegentlich, häufig oder sogar dauerhaft Sorgen um die finanzielle Lebenssituation der Familie, wie es in der Studie heißt.

Neben den finanziellen Sorgen hat jedes dritte Kind an einer Haupt-, Gesamt-, oder Sekundarschule Angst vor Mobbing, Gewalt und Ausgrenzung durch Gleichaltrige. Diese Kinder gaben zudem an, sich an ihrer Schule nicht sicher zu fühlen.

Erschreckende Zahlen die zum Handeln auffordern sollten

Für ihre Studie hat die Bertelsmann Stiftung 3.450 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 14 Jahren befragt. Zwar fühlen sich die meisten der Kinder zu Hause oder in der Schule grundsätzlich gut aufgehoben, dennoch plagen sie viele Sorgen – die nur selten Gehör finden.

So gaben fünf Prozent der jüngsten Umfrageteilnehmer an, dass sich in der Familie kaum um sie gekümmert wird. Je älter die Kinder waren, desto höher viel dieser Prozentsatz aus. Bei den Vierzehnjährigen waren es bereits zehn Prozent. Dieser Anteil der gefühlten Vernachlässigung oder Gleichgültigkeit lässt sich zudem auf schulische Probleme und die Hilfsbereitschaft der Lehrer übertragen.

Die materiellen Grundbedürfnisse sind fast immer gedeckt

Aus materieller Sicht fehlt es den meisten Kinder jedoch an nichts Elementaren. Rund 96 Prozent der Kinder gaben an, dass es ausreichend zu Essen gibt, Platz zum Spielen vorhanden ist, ein Computer zum Lernen bereitsteht und auch mindestens ein Badezimmer vorhanden ist. Zehn Prozent der Kinder gaben jedoch an, keinen ruhigen Platz für Hausaufgaben zu haben bzw. 20 Prozent beklagten, kein eigenes Kinderzimmer zu haben.

Die Wünsche der Kinder

Auf die Frage nach den Wünschen der Kinder antworteten die meisten, dass sie gerne mehr Zeit mit ihren Eltern und Freunden verbringen würden. Mehr Zuwendung und die Möglichkeit einer Beteiligung am Familienleben standen ebenso auf der Liste, wie ein höheres Sicherheitsgefühl an Schulen.

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